Neue Entdeckungen in der Champagne

Neue Entdeckungen in der Champagne

Die Weinwelt steht nie still. Es gibt immer eine emporragende Weinregion und eine neue Generation von Winzern, die die alte Garde ablösen… Bei Best of Wines sind wir auf dem neuesten Stand der Weinwelt. Wir tun alles, um unsere Kunden auch weiterhin mit spannenden, aber vor allem hochwertigen Weinen zu überraschen. Zum Glück ist dies einer der schönsten Aspekte unserer Arbeit: ständig auf der Suche nach Schaustücken für unser Sortiment. Eine Aufgabe, die wir täglich gerne für Sie übernehmen!

Heute möchten wir Ihnen vier Champagnerhäuser vorstellen, von denen wir sehr begeistert sind und die wir kürzlich in unser Sortiment aufgenommen haben. Vier besondere, junge Winzer, die den Beruf etwas anders angehen als die Generation ihrer Eltern, die ihre Weinberge noch auf traditionelle Weise bewirtschafteten. Die Rede ist von Clément Perseval, Emilien Feneuil und Aurelien Lurquin und Delphine Brulez (Louise Brison). Ihre Arbeitsweise ist geprägt von großem Respekt vor der Natur und der Biodiversität. Auch sind Clément, Emilien und Aurelien bekannt als die „Drei Musketiere der Champagne“, gute Freunde. Delphine, die das Champagnerhaus Louise Brison leitet, ist einer der jungen Winzer des Kollektivs „Fa'Bulleuses de Champagne“.

Obwohl jeder dieser talentierten jungen Winzer seinen eigenen Stil hat, können wir die Ähnlichkeiten in den Charakteren ihrer Weine definitiv erkennen: Wir sprechen von reinen, artigen Champagnern, die Handwerkskunst zeigen. Vier Häuser, die man genau im Auge behalten sollte. Solange der Vorrat reicht…

Champagne Clement Perseval

Clément Perseval füllt seit mehreren Jahren Champagner unter eigenem Namen ab, abgeschieden vom Sortiment seines Vaters Gerard. Er hat einige 1er-Cru-Weinberge nach Höhenlage, spezifischem Terroir und den verschiedenen Cépages unterteilt.

Clément produziert bemerkenswerte Weine auf seinen 3 Hektar in Chamery, an der Nordflanke von La Montagne. Seine langen Gärungen und die Reifung seiner „vins clairs“ in alten Fässern ergeben komplexe und weinähnliche Champagner. Zusammen mit den Winzerfreunden (und fast auch Nachbarn) Aurelien Lurquin und Emilien Feneuil kann man sie ruhig die 3 Musketiere der Montagne de Reims nennen. Vor allem, wenn es um einen weitreichenden biodynamischen Weinbau geht, für den sie sich stark einsetzen und der in scharfem Kontrast zum oft traditionellen Weinbau steht, der in der Champagne noch weit verbreitet ist.

Die Spitze seiner Weinhänge, wo der Boden am dünnsten ist und die Reben nah an der Kreide sind, wird mit Chardonnay bepflanzt und als 1er Cru Blanc de Blancs abgefüllt. Weiter den Hang hinauf wird der Boden sandiger und die beiden Pinots (Meunier und Noir) verbinden sich mit dem Chardonnay zur heiligen Dreifaltigkeit des Champagners: Er wird als Chamery 1er Cru abgefüllt. Unter dem Sand befindet sich ein Lehmbereich, welches sich eignet für Pinot Noir. Diese Cuvée wird als 1er Cru Blanc de Noirs abgefüllt. Clements Champagner sind unglaublich rein und präzise, weswegen sie profitieren vom Dekantieren.

Champagne Emilien Feneuil

Der junge Winzer Emilien Feneuil aus dem Dorf Sermiers in der Montagne de Reims betreibt seit 2006 biologischen Landbau und biodynamische Weinbereitung. Emilien Feneuil hat jetzt eine Bio-Zertifizierung, aber er geht noch viel weiter und stellt auch seine eigenen biodynamischen Präparate her und fördert so viel Artenvielfalt wie möglich.

Am Anfang verkauft er alle seine Trauben an Champagne Leclerc-Briant. Erst 2015 begann Emilien Feneuil mit der Herstellung seiner eigenen Champagner. 2015 ist sein „maiden vintage“.
Er hat 2,5 Hektar Weinberge rund um Sermiers in Montagne de Reims. In seinen Weinbergen befinden sich hauptsächlich die klassischen Trauben; Pinot Meunier, Chardonnay und Pinot Noir, aber auch eine fast vergessene lokale Rebsorte der Champagne: Petit Meslier!

Seinen ersten Jahrgang, 2015, macht er in den Kellern der befreundeten Winzer Aurelien Lurquin und Clement Perseval. Ab der Ernte 2020 wird er eine eigene Weinpresse anschaffen.
Er presst seine Trauben – sehr langsam – mit einer altmodischen Presse, gärt spontan seinen Most und lässt die Weine etwa ein Jahr ruhen, bevor er für die zweite Gärung in die Flasche abgefüllt wird. Mit möglichst wenig Sulfit und geringen Dosierungen macht Feneuil einzigartige, aufregende und malerische Champagner. Seine Champagner profitieren vom Dekantieren und wir empfehlen, sie in geräumigen Weingläsern zu servieren, um den Wein optimal zu präsentieren.

Champagne Aurélien Lurquin

Aurélien macht zwischen 2002 und 2005 ein Praktikum in Burgund bei Luc Pavelot in Pernand-Vergelesses. Danach zieht er für kurze Zeit nach Maule, Chile, wo er täglich mit Pferden im Weinberg arbeitet. Als er dann in sein altes Nest in der Champagne zurückkehrt, beginnt Aurélien 2007 mit der Umstellung auf einen biologischen Weinbau. Er ließ sich im Dorf Chamery in der Montagne de Reims nieder. Im selben Jahr kauft er seine schöne klassische Coquart Weinpresse (die 2000 kg pressen kann).

Wo er seine Trauben zuvor wie sein Kumpel Emilien Feneuil an das biozertifizierte Champagnerhaus Leclerc-Briant verkaufte, wird er ab 2013 seine eigenen naturreinen Champagner herstellen. Emilien folgt 2015 mit seinem eigenen „maiden vintage“.

Nach dem Pressen im Coquart fließt der Saft durch die Schwerkraft in den alten Traditionskeller. Die Presscuvées und Taillen sind normalerweise getrennt, können aber auch gemischt werden (3/4 Cuvée und 1/4 der Taille sind üblich). Aurélien strebt in seinen Weinen nach unverfälschter Frische.

Die Gärungen in seinem Keller sind recht langsam. Aurélien experimentiert mit der Zugabe von Most aus dem kommenden Jahrgang zum Grundwein, was bedeutet, dass seine Liereifung für die Grundweine jetzt sogar mehr als ein ganzes Jahr beträgt. Für seinen Côteaux Champenois, einen stillen Rotwein, lässt er den Wein nun bis zu 3 Jahre in Fässern ruhen. Auf dieser Domaine werden keine Kompromisse an die Qualität des Weines gemacht und die Erträge sind daher sehr gering. Die ersten Bewertungen von William Kelley (für Robert Parker) waren sehr positiv. Bei seinem ersten Besuch in Lurquin vergab er sofort 95 PP an den Blanc de Blancs.

Champagne Louise Brison

Das Champagnehaus Louise Brison liegt im Dorf Noé-les-Mallets an der Côte des Bar, dem südlichsten Teil der Champagne. Burgund beginnt nur 7 Kilometer entfernt, also befinden wir uns hier näher an Chablis als an Reims.

An der Leitung von Louise Brison steht die ambitionierte Jungwinzerin Delphine Brulez. Sie ist stolz, das von ihrer Großmutter Louise gegründete Familienunternehmen weiterzuführen. Delphine arbeitet mit großem Respekt vor der Natur und dem Terroir und tut alles, um starke, gesunde Reben an die nächste Generation weitergeben zu können. Delphine arbeitet seit 2012 biologisch und erhielt 2020 die offizielle Bio-Zertifizierung für ihre 50 Hektar Weinberge an der Côte des Bar. Die Böden in diesem Teil der Champagne sind viel älter als die weiter nördlich und enthalten – wie die Böden in Chablis – viel Mergel und Lehm.

Delphine verwendet für ihre Champagner nur Pinot Noir (70% der Plantagen) und Chardonnay (30% der Pflanzungen). Im Weinberg greift sie so wenig wie möglich ein und lässt der Natur so viel wie möglich freien Lauf, um eine größtmögliche Artenvielfalt im Weinberg zu schaffen. Wenn der Boden voller Leben ist, kann er den Stöcken alles geben, was sie brauchen und sie weniger anfällig für Krankheiten machen, lautet Delphines Philosophie.

Auch im Keller greift Delphine so wenig wie möglich in den natürlichen Prozess ein. Jede Parzelle wird separat vinifiziert, damit das Terroir so klar wie möglich sprechen kann. Die Vinifikation erfolgt in gebrauchten Fässern mit einem Durchschnittsalter von 8 Jahren. Der begrenzte Oxidationsgrad bietet zusätzliches Komplexitäts-, Schichtungs- und auch Reifungspotential.

Es werden also keine Reserveweine verschnitten. Alle Weine von Louise Brison sind Millésime-Champagner und somit eine einzigartige Darstellung des Jahrgangs. Jetzt ist es in der Champagne rechtskräftig, dass jedes Haus mindestens 1 Champagner ohne Jahrgang freigeben muss. Das passt offensichtlich nicht in Delphines Philosophie und deshalb erwähnt sie trotzdem den Jahrgang klein auf dem hinteren Etikett der Flasche auf ihrem Rosé-Champagner. Die Dosage ist bei allen Louise Brison Champagnern besonders niedrig.

Best of Wines bietet 3 verschiedene Champagner dieses Hauses an:

• Eine Mischung aus 50% Chardonnay und 50% Pinot Noir
• Cuvée Tendresse: ein Blanc de Blancs aus 100% Chardonnay
• Rosé-Champagner: aus 100% Pinot Noir aus der ältesten Parzelle der Familie, die ihr Großvater gepflanzt hat.

 

Delphine reift die Leier extra lange in der Flasche, bevor sie ihre Champagner herausbringt. Zum Beispiel rinnt ihr Blanc de Blancs nicht weniger als 7 Jahre Flaschenreifung, bevor er degorgiert wird. Delphines Champagner zeichnen sich einerseits durch eine wunderbare Mineralität und Frische, die man auch in guten Chablis findet, aus, und andererseits durch eine tiefe, komplexe Schichtung, die dafür sorgt, dass sich Louise Brison Champagner über Jahre hinweg in der Flasche weiterentwickeln können. Neben allen neueren Jahrgängen bieten wir auch einige library vintages der Louise Brison Champagne an, wie die Jahrgänge 1997 und 1999 bis 2004 des klassischen Blends und des Blanc de Blancs 'Cuvée Tendresse' die Jahrgänge 2001 und 2003.

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